Internationale Abkommen zum Internationalen Privat- und Verfahrensrecht

Heft 1/2013 | Stand: 14.11.2012 | BGBl. 2012 II S.1025-1336

I. IPR-Allgemein

1. Die Regierung des Königreichs der Niederlande hat der Regierung der Bundesrepublik Deutschland eine Verbalnote vom 7.10.2010 zur Anwendung von Verträgen auf die in der Karibik belegenen Gebiete des Königreichs der Niederlande übermittelt (BGBl. II S. 1027).

2. Das Übereinkommen vom 30.8.1961 zur Vermeidung der Staatenlosigkeit (BGBl. 1977 II S. 597, 598) ist nach seinem Art. 18 Abs. 2 für Turkmenistan am 27.11.2012 in Kraft getreten (BGBl. II S. 1041).

3. Zum Übereinkommen vom 28.9.1954 über die Rechtsstellung der Staatenlosen (BGBl. 1976 II S. 473, 474) hat Ungarn am 3.7.2012 seinen bei Hinterlegung der Beitrittsurkunde angebrachten Vorbehalt zu den Art. 23 und 24 (vgl. die Bekanntmachung vom 10.6.2002, BGBl. II S. 1686) zurückgezogen (BGBl. II S. 1248).

4. Das Protokoll vom 31.1.1967 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (BGBl. 1969 II S. 1293, 1294) ist nach seinem Art. VIII Abs. 2 für Belarus am 23.8.2001sowie für Namibia am 17.2.1995 in Kraft getreten (BGBl. II S. 1335).

II. Internationales Verfahrensrecht

1. Das Haager Übereinkommen vom 5.10.1961 zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation (BGBl. 1965 II S. 875, 876) ist nach seinem Art. 12 Abs. 3 für Uruguay am 14.10.2012 in Kraft getreten (BGBl. II S. 1029).

2. Das Übereinkommen vom 10.6.1958 über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche (BGBl. 1961 II S. 121, 122; 1987 II S. 389) ist nach seinem Art. XII Abs. 2 für Tadschikistan am 12.11.2012 nach Maßgabe eines bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde abgegebenen Vorbehalts in Kraft getreten (BGBl. II S. 1029).

3. Das Haager Übereinkommen vom 15.11.1965 über die Zustellung gerichtlicher und außergerichtlicher Schriftstücke im Ausland in Zivil- oder Handelssachen (BGBl. 1977 II S. 1452, 1453) ist nach seinem Art. 28 Abs. 3 für Montenegro am 1.9.2012 nach Maßgabe von Erklärungen nach den Art. 8 und 10 des Übereinkommens in Kraft getreten.

Malta hat am 1.8.2012 eine Erklärung zum Wirksamwerden des Übereinkommens abgegeben (BGBl. II S. 1042).

4. Das Übereinkommen vom 9.9.2002 über die Vorrechte und Immunitäten des Internationalen Strafgerichtshofs (BGBl. 2004 II S. 1138, 1139) ist nach seinem Art. 35 Abs. 2 für die Schweiz am 25.10.2012 nach Maßgabe einer Erklärung gemäß Art. 23 des Übereinkommens in Kraft getreten (BGBl. II S. 1251).

5. Das am 21.11.1947 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommene Abkommen über die Vorrechte und Befreiungen der Sonderorganisationen der Vereinten Nationen (BGBl. 1954 II S. 639, 640, 653; 1971 II S. 129, 131; 1979 II S. 812, 813; 1988 II S. 979, 980; 2010 II S. 782, 783) ist nach seinem Art. XI § 41 für Honduras am 16.8.2012 in Kraft getreten.

Angola hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 26.7.2012 notifiziert, dass es die Bestimmungen des Abkommens nach seinem Art. XI § 43 mit Wirkung vom gleichen Tag auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO) - Anlage VII - vom 2.8.1948 anwendet (BGBl. II S. 1252).

6. Das Übereinkommen vom 13.2.1946 über die Vorrechte und Immunitäten der Vereinten Nationen (BGBl. 1980 II S. 941, 942) ist nach seinem Abschnitt 32 für die Schweiz am 25.9.2012 in Kraft getreten (BGBl. II S. 1334).

III. Internationales Schuld- und Wirtschaftsrecht

1. Das Übereinkommen vom 25.6.1998 über den Zugang zu Informationen, die Öffentlichkeitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren und den Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten (Aarhus-Übereinkommen) [BGBl. 2006 II S. 1251, 1252] ist nach seinem Art. 20 Abs. 3 für Irland am 18.9.2012 in Kraft getreten (BGBl. II S. 1046).

2. Das Übereinkommen vom 28.5.1999 zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr (BGBl. 2004 II S. 458, 459) ist nach seinem Art. 53 Abs. 7 für

Argentinien

 

am

 

14.2.2010

nach Maßgabe einer Erklärung zu Art. 17 des Übereinkommens

Armenien

 

am

 

15.6.2010

Costa Rica

 

am

 

8.8.2011

Georgien

 

am

 

18.2.2011

Indien

 

am

 

30.6.2009

Israel

 

am

 

20.3.2011

nach Maßgabe einer Erklärung zu Art. 57 des Übereinkommens

Jamaika

 

am

 

5.9.2009

Marokko

 

am

 

14.6.2010

Moldau, Republik

 

am

 

16.5.2009

Montenegro

 

am

 

16.3.2010

nach Maßgabe einer Erklärung zu Art. 57 des Übereinkommens

Serbien

 

am

 

4.4.2010

Seychellen

 

am

 

12.11.2010

Türkei

 

am

 

26.3.2011

nach Maßgabe einer Erklärung zu Art. 57 des Übereinkommens

Ukraine

 

am

 

5.5.2009

in Kraft getreten (BGBl. II S. 1228).

3. Die Genfer Fassung vom 2.7.1999 (Genfer Akte) des Haager Übereinkommens vom 6.11.1925 über die internationale Eintragung gewerblicher Muster und Modelle (BGBl. 2009 II S. 837, 838) ist nach ihrem Art. 28 Abs. 3 lit. b für folgende weitere Staaten in Kraft getreten:

Aserbaidschan

 

am

 

8.12.2010

Finnland

 

am

 

1.5.2011

Monaco

 

am

 

9.6.2011

Montenegro

 

am

 

5.3.2012

Norwegen

 

am

 

17.6.2010

Ruanda

 

am

 

31.8.2011

Tadschikistan

 

am

 

21.3.2012

Tunesien

 

am

 

13.6.2012.

Dänemark hat mit Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunde am 9.9.2008 eine Erklärung abgegeben, wonach sich das Abkommen bis auf Weiteres nicht auf Färöer und Grönland erstreckt. Am 11.10.2010 hat Dänemark eine Erklärung abgegeben, wonach es die Nichterstreckung des Abkommens auf Grönland zurücknimmt. Das Abkommen erstreckt sich daher mit Wirkung vom 11.1.2011 auch auf Grönland.

Die in London am 2.6.1934 revidierte Fassung (RGBl. 1937 II S. 583, 617) des Haager Abkommens vom 6.11.1925 über die internationale Hinterlegung gewerblicher Muster und Modelle (RGBl. 1928 II S. 175, 203) ist nach ihrem Art. 22 Abs. 4 für Indonesien am 3.6.2010 außer Kraft getreten. Damit ist für Indonesien auch das Haager Abkommen außer Kraft getreten.

Die in London revidierte Fassung des Haager Abkommens ist nach ihrem Art. 22 Abs. 4 einschließlich der Zusatzvereinbarung von Monaco vom 18.11.1961 (BGBl. 1962 II S. 937, 938) zu dieser Fassung für

Niederlande

 

am

 

12.12.2011

nur die nicht in Europa gelegenen Landesteile, also der karibische Teil der Niederlande (Bonaire, Saba, St. Eustatius) sowie Aruba, Curaçao und St. Martin (niederländischer Teil) [vgl. auch die Bekanntmachung vom 29.8.2012, BGBl. II S. 1027]

 

 

 

 

Schweiz

 

am

 

19.11.2010

außer Kraft getreten (BGBl. II S. 1247).

4. Der Budapester Vertrag vom 28.4.1977 über die internationale Anerkennung der Hinterlegung von Mikroorganismen für Zwecke von Patentverfahren, geändert am 26.9.1980 (BGBl. 1980 II S. 1104, 1105; 1984 II S. 679), ist nach seinem Art. 16 Abs. 2 für

Bahrain

 

am

 

20.11.2012

Brunei Darussalam

 

am

 

24.7.2012

Panama

 

am

 

7.9.2012

in Kraft getreten (BGBl. II S. 1249).

IV. Internationales Familien- und Erbrecht

1. Die gemäß Art. 2 des Europäischen Übereinkommens vom 20.5.1980 über die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen über das Sorgerecht für Kinder und die Wiederherstellung des Sorgeverhältnisses (BGBl. 1990 II S. 206, 220) zu benennenden Zentralen Behörden der Vertragsparteien werden künftig nicht mehr im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Sie können auf der Webseite des Europarats, der Verwahrer des Übereinkommens ist, eingesehen werden (www.conventions.coe.int) [BGBl. II S. 1229].

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