Internationale Abkommen zum Internationalen Privat- und Verfahrensrecht

Heft 2/2008 | Stand: 29.12.2007 | BGBl. 2007 II S.1688–2000; 2008 II S.1–28

II. Internationales Verfahrensrecht

1. Die Schweiz hat dem Schweizerischen Bundesrat als Verwahrer am 12. 12. 2006 eine Erklärung zum Übereinkommen vom 16. 9. 1988 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (BGBl. 1994 II S. 2658) notifiziert (BGBl. 2007 II S. 1995).

2. Das am 21. 11. 1947 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommene Abkommen über die Vorrechte und Befreiungen der Sonderorganisationen der Vereinten Nationen (BGBl. 1954 II S. 639; 1971 II S. 129; 1979 II S. 812; 1988 II S. 979) ist nach seinem Art. XI § 41 für Georgien am 18. 7. 2007 in Kraft getreten.

Montenegro hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 23. 10. 2006 notifiziert, dass es sich als einer der Rechtsnachfolger von Serbien und Montenegro mit Wirkung vom 3. 6. 2006 als durch das Abkommen über die Vorrechte und Befreiungen der Sonderorganisationen der Vereinten Nationen gebunden betrachtet.

Folgende Staaten haben dem Generalsekretär der Vereinten Nationen notifiziert, dass sie die Bestimmungen des Abkommens nach seinem Art. XI § 43 mit Wirkung vom gleichen Tag auf die Internationale Arbeitsorganisation (ILO; auch IAO) anwenden:

Albanien am 4. 10. 2007

Jordanien am 23. 8. 2007

Kambodscha am 2. 7. 2007

(BGBl. 2008 II S. 25).

III. Internationales Schuld- und Wirtschaftsrecht

1. Das Abkommen vom 19. 6. 1948 über die internationale Anerkennung von Rechten an Luftfahrzeugen (BGBl. 1959 II S. 129) ist nach seinem Art. XXI Abs. 3 für folgende weitere Staaten in Kraft getreten:

Katar am 19. 7. 2007

Kolumbien am 7. 12. 2006

(BGBl. 2007 II S. 1933).

2. Nach Art. 2 II des Gesetzes vom 12. 3. 2004 zu dem Vertrag vom 18. 10. 2001 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Bosnien und Herzegowina über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen (BGBl. 2004 II S. 314) wurde bekannt gemacht, dass der Vertrag nach seinem Art. 13 II am 11. 11. 2007 in Kraft getreten ist (BGBl. 2007 II S. 1992).

3. Die in Genf am 19. 3. 1991 unterzeichnete Fassung des Internationalen Übereinkommens vom 2. 12. 1961 zum Schutz von Pflanzenzüchtungen (BGBl. 1998 II S. 258) ist nach seinem Art. 37 II für folgende weitere Staaten in Kraft getreten:

Dominikanische Republik am16. 6. 2007

Spanien am 18. 7. 2007

Türkei am 18. 11. 2007

(BGBl. 2008 II S. 27).

IV. Internationales Familien- und Erbrecht

1. Montenegro hat dem Schweizerischen Bundesrat als Verwahrer am 26. 3. 2007 notifiziert, dass es sich als einer der Rechtsnachfolger von Serbien und Montenegro mit Wirkung vom 3. 6. 2006 als durch das Übereinkommen vom 27. 9. 1956 über die Erteilung gewisser für das Ausland bestimmter Auszüge aus Personenstandsbüchern (BGBl. 1961 II S. 1055, 1056) gebunden betrachtet (BGBl. 2007 II S. 1974).

2. Montenegro hat dem Schweizerischen Bundesrat als Verwahrer am 26. 3. 2007 notifiziert, dass es sich als einer der Rechtsnachfolger von Serbien und Montenegro mit Wirkung vom 3. 6. 2006 als durch das Übereinkommen vom 8. 9. 1976 über die Ausstellung mehrsprachiger Auszüge aus Personenstandsbüchern (BGBl. 1997 II S. 774) gebunden betrachtet (BGBl. 2007 II S. 1975).

3. Irland hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen als Verwahrer des Übereinkommens vom 20. 6. 1956 über die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen im Ausland (BGBl. 1959 II S. 149) am 25. 6. 2007 Empfangsstelle sowie Übermittlungsbehörde nach Art. 2 I und II des Übereinkommens notifiziert (BGBl. 2007 II S. 1994).

4. Montenegro hat dem Generalsekretär des Europarats am 6. 6. 2006 notifiziert, dass es sich als einer der Rechtsnachfolger von Serbien und Montenegro als durch alle für Serbien und Montenegro in Kraft getretenen Europaratsübereinkommen gebunden betrachtet. Somit ist auch das Europäische Übereinkommen vom 20. 5. 1980 über die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen über das Sorgerecht für Kinder und die Wiederherstellung des Sorgeverhältnisses (BGBl. 1990 II S. 206, 220) im Verhältnis zu Montenegro weiterhin in Kraft.

Das Vereinigte Königreich hat dem Generalsekretär des Europarats am 15. 6. 2007 mit Wirkung vom 1. 10. 2007 die Erstreckung des Übereinkommens auf Anguilla notifiziert (BGBl. 2008 II S. 3).

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