Internationale Abkommen zum Internationalen Privat- und Verfahrensrecht

Heft 5/2006 | Stand: 23.06.2006 | BGBl. 2006 II S.344-552

I. IPR-Allgemein  

II. Internationales Verfahrensrecht

1. Frankreich hat dem Verwahrer des Haager Übereinkommens vom 18. 3. 1970 über die Beweisaufnahme im Ausland in Zivil- und Handelssachen (BGBl. 1977 II S. 1452, 1472) am 15. 11. 2005 nach den Art. 2, 16 und 17 die geänderten Angaben der Zentralen Behörde und der zuständigen Behörde notifiziert.

Weiterhin hat Monaco am 7. 11. 2005 nach Art. 2 die geänderte Angabe der Zentralen Behörde notifiziert (BGBl. 2006 II S. 434).

2. Das Vereinigte Königreich hat dem Generalsekretär des Europarates mit Wirkung vom 1. 11. 2003 die Erstreckung des Sechsten Protokolls vom 5. 3. 1996 zum Allgemeinen Abkommen über die Vorrechte und Befreiungen des Europarates (BGBl. 2001 II S. 564; 2002 II S. 2842) auf die Insel Man, deren internationale Beziehungen das Vereinigte Königreich wahrnimmt, nach Art. 9 I des Abkommens notifiziert. Der bei der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde am 9. 11. 2001 angebrachte Vorbehalt (vgl. Bekanntmachung vom 17. 10. 2002 [BGBl. II S. 2842, 2843]) wurde ebenfalls auf die Insel Man erstreckt.

Das Vereinigte Königreich hat dem Generalsekretär des Europarates mit Wirkung v. 28. 2. 2006 die Rücknahme des bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde am 9. 11. 2001 angebrachten Vorbehalts (vgl. Bekanntmachung vom 17. 10. 2002 [BGBl. II S. 2842, 2843]) notifiziert. Für die Insel Man bleibt die Erstreckung des Vorbehalts bestehen, bis die erforderlichen Rechtsvorschriften erlassen sind (BGBl. 2006 II S. 443).

3. Das Übereinkommen vom 13. 2. 1946 über die Vorrechte und Immunitäten der Vereinten Nationen (vgl. BGBl. 1980 II S. 941) ist nach seinem Abschnitt 32 für Armenien am 29. 4. 2004 nach Maßgabe eines Vorbehalts und für Belize am 14. 9. 2005 in Kraft getreten (BGBl. 2006 II S. 446).

4. Das am 21. 11. 1947 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommene Abkommen über die Vorrechte und Befreiungen der Sonderorganisationen (BGBl. 1954 II S. 639; 1971 II S. 129; 1979 II S. 812; 1988 II S. 979) ist nach seinem Art. XI § 41 für Island am 17. 1. 2006 in Kraft getreten.

Island hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 17. 1. 2006 mit Wirkung vom gleichen Tage notifiziert, auf welche Sonderorganisationen es die Bestimmungen des Abkommens nach seinem Art. XI § 43 anwendet.

Belarus hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 31. 3. 2006 mit Wirkung vom gleichen Tage notifiziert, dass es die Bestimmungen des Abkommens nach seinem Art. XI § 43 auf weitere Sonderorganisationen anwendet (BGBl. 2006 II S. 532).

5. Das Übereinkommen vom 9. 9. 2002 über die Vorrechte und Immunitäten des Internationalen Strafgerichtshofs (BGBl. 2004 II S. 1138) ist nach seinem Art. 35 II für folgende weitere Staaten in Kraft getreten:

Benin am 23. 2. 2006

Bolivien am 19. 2. 2006
nach Maßgabe einer Erklärung

Luxemburg am 19. 2. 2006

Rumänien am 17. 12. 2005
nach Maßgabe einer Erklärung

Ungarn am 21. 4. 2006
(BGBl. 2006 II S. 535).

III. Internationales Schuld- und Wirtschaftsrecht

1. Der Bundestag hat das Gesetz zu dem Übereinkommen vom 14. 4. 2005 über den Beitritt der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik zu dem Übereinkommen von 1980 über das auf vertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht sowie zu dem Ersten und dem Zweiten Protokoll über die Auslegung des Übereinkommens durch den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (Viertes Beitrittsübereinkommen zum Schuldvertragsübereinkommen) beschlossen. Das Gesetz trat am 27. 4. 2006 in Kraft (BGBl. 2006 II S. 346).

2. Nach Art. 2 II des Gesetzes vom 3. 8. 2005 zu dem Vertrag vom 19. 1. 2004 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Demokratischen Republik ¾thiopien über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen (BGBl. 2005 II S. 743) wurde bekannt gemacht, dass der Vertrag nach seinem Art. 12 II am 4. 5. 2006 in Kraft getreten ist (BGBl. 2006 II S. 445).

3. Nach Art. 2 II des Gesetzes vom 3. 8. 2005 zu dem Vertrag vom 28. 8. 1997 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Kirgisischen Republik über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen (BGBl. 2005 II S. 699) wurde bekannt gemacht, dass der Vertrag nach seinem Art. 14 II am 16. 4. 2006 in Kraft getreten ist (BGBl. 2006 II S. 466).

4. Nach Art. 2 II des Gesetzes vom 4. 5. 2005 zu dem Vertrag vom 27. 3. 2003 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Tadschikistan über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen (BGBl. 2005 II S. 538) wurde bekannt gemacht, dass der Vertrag nach seinem Art. 14 II am 25. 5. 2006 in Kraft getreten ist (BGBl. 2006 II S. 548). 

IV. Internationales Familien- und Erbrecht

 5. Das Haager Übereinkommen vom 2. 10. 1973 über die Anerkennung und Vollstreckung von Unterhaltsentscheidungen (BGBl. 1986 II S. 825, 826) ist nach seinem Art. 35 für Griechenland am 1. 2. 2004 nach Maßgabe mehrerer, bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde am 13. 11. 2003 notifizierter Vorbehalte in Kraft getreten.

Das Vereinigte Königreich hat mit einer am 15. 8.2003 bei der niederländischen Verwahrerregierung hinterlegten Erklärung die Erstreckung des Übereinkommens auf Jersey notifiziert; nach Art. 35 des Übereinkommens ist diese Erstreckung am 1. 11. 2003 wirksam geworden (BGBl. 2006 II S. 530).

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